Montag morgens
Es ist viertel vor acht. Langsam, aber sicher füllt sich das Foyer. Kinderstimmen werden immer mehr und immer lauter. Einige Kinder sind sichtbar aufgeregt. Viele noch unbekannte Kinder und Lehrpersonen sind anwesend und auch das Programm wird offensichtlich ganz anders als gewohnt. «Was erwartet uns wohl alles diese Woche?»
Um 08.00 gehen wir alle in die Halle, wo uns Frau Leuenberger step by step einen Tanz erklärt. Schnell sind die Schritte und Bewegungen erfasst und wir tanzen das Gelernte zum diesjährigen Fasnachts-Hit «Wackelkontakt», stellen uns vor, wir wären eine Lampe aus den 70ern, tanken Energie und lassen diese auch wieder raus.
Danach begrüsst uns die Schulleiterin Frau Stalder zu dieser speziellen Sportwoche. Drei Wünsche meldet sie an: Offenheit für uns noch nicht bekannte Menschen und für neue Erfahrungen, gegenseitigen Respekt und Hilfsbereitschaft. Wenn wir dies einhalten, wird die polysportive Woche mit Sicherheit zum Erfolg.
Nach der Begrüssungsrede bilden wir acht gut durchmischte Teams. Jedes Team repräsentiert ein Land und stellt sich acht unterschiedlichen Aufgaben: Torwandschiessen mit Papierfliegern, Zick-Zack-Hüpfen auf Minitramps, ein Parcours mit Anforderungen im Kegeln, ein Turnschuh-Zielkicken, ein Wettbewerb in Bälle werfen und transportieren, Transportaufgaben auf kleinen Teppichen und ein Ballance-Akt mit Luftballonen. Alle Gruppen zeigen tollen Einsatz für «ihr Land» und meistern die Aufgaben mit Bravour.
Zum Abschluss des Morgens werden die Höchstleistungen jedes Teams gefeiert und wir beschliessen den Morgen mit einem weiteren Durchgang des am Morgen gelernten Tanzes.

Montag nachmittags
Am Nachmittag gibt es ein erstes Mal unterschiedliche Angebote für unsere älteren Schülerinnen und Schüler, zu denen sich auch einzelne der Jüngeren angemeldet haben: eine Gruppe geht zum Schwimmen nach Reiden, eine andere zum Biken mit dem Veloclub Schötz in den Mühlewald und eine weitere macht ein Fussballtraining mit Vertretern des FC ALGRO.
Die grösste Gruppe baut in der Turnhalle einen «Geräte-Dschugel» auf, dann wird sehr intensiv «Tarzan» gespielt.

Dienstag morgens
Die Grossen sind heute am Morgen in Willisau. Dort dürfen sie Tennis spielen und mit Vertretern des «Ringer Klubs Willisau» das Ringen näher kennenlernen.
Die Kleinen haben ein abwechslungsreiches Programm in Altbüron. Man kann sich draussen mit Miniscootern und anderen Spielgeräten die Zeit vertreiben – auch der Spielplatz darf genutzt werden. In zwei Hallen stehen viele Angebote aus der Spielehummel zur Verfügung. In der dritten Hallle sind Turngeräte unter dem Motto «Mut tut gut» aufgebaut worden. Im Spiegelsaal ist es deutlich ruhiger und jedes Kind komm in den Genuss einer Yoga-Lektion mit Tanja Anker-Matzku vom Vita-Raum. Hier können sie sich von der Raupe zum Schmetterling entfalten und eine bunte Blumenwiese besuchen.

Dienstag nachmittags
Während eine Gruppe von Kindern in Langenthal am Bouldern ist, bauen die anderen in der Mehrzweckhalle einen Parcours auf, den es als möglichst schnell und fehlerfrei zu bewältigen gilt. Nach kurzer Übungszeit geht es wettbewerbsmässig los und die Kinder zeigen sich als echte «Ninja Warriors».

Mittwoch morgens
Heute besuchen wir alle miteinander den «Kiddy Dome» in Rohrbach. Im Dschungelparadies finden kleinere und grössere Kinder vielfältige Möglichkeiten zum Spielen, Klettern, Rutschen, Hüpfen und Austoben.

Donnerstag morgens
Die grösseren Kinder haben am heutigen Morgen zwei Programmpunkte: die einen starten mit einem Leichtathletik-Training mit VertreterInnen des STV Altbüron, die anderen werden von Mitgliedern des Einrad-Teams Oberaargau aus Huttwil in der Halle in Grossdietwil in die Kunst des Einradfahrens eingeführt. Nach der Pause wechseln die Gruppen ihr Programm.
Auch die jüngeren Kinder dürfen in verschiedene sportliche Aktivitäten reinschnuppern: neben je einer Lektion Minigolf und einer Lektion Breakdance und anderen modernen Tänzen mit Vertretern des Dance Centers Langenthal, steht heute Schwingen auf dem Programm. Die Kinder dürfen mit Aktiven des Schwingklubs Wiggertal ein Training machen.

Donnerstag nachmittags
Zum letzten Mal in dieser Sportwoche gibt es verschiedene Programmpunkte und Fahrdienste. Eine Gruppe geht zum Bowling nach Langenthal, eine zweite Gruppe besucht die Eishalle des Campus Perspektiven in Schwarzenbach bei Huttwil zum Eislaufen und ein Teil der Kinder bleibt in Altbüron, wo sie in der Mehrzweckhalle Unihockey spielen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag übernachtet ein grosser Teil der Schülerschaft in der Mehrzweckhalle Hiltbrunnen. Darauf haben sich viele ganz besonders gefreut. Wirklich viel Schlaf finden nicht alle Teilnehmenden – aber nach einem kräftigen Frühstück sollte auch noch die letzte Etappe unserer polysportiven Woche zu bewältigen sein.

Freitag morgens
Zum Abschluss der Woche veranstaltet der Seilziehclub Ebersecken mit uns ein Seilziehturnier. Im Vorfeld wurden die Kinder gewogen, um ausgewogene Teams bilden zu können. Am Morgen gibt es ein Aufwärmtraining, dann werden den Kindern kurz die Kommandos und Regeln des Seilziehens erklärt und schon kann es losgehen. In einer Vorrunde zieht jedes Team gegen fünf andere Teams. Nach der grossen Pause stehen die Klassierungskämpfe und Finals an.
Bei der Rangverkündigung zum Abschluss werden alle Teams gefeiert und erhalten ein kleines Präsent vom Seilziehclub – für die drei bestplatzierten Teams gibt es gar Medaillen.

So findet eine aussergewöhnliche, strenge, spannende, abwechslungsreiche und sportliche Woche ihren Abschluss. Die Kinder haben in der Woche viel Neues gesehen und auch viel aus sich herausgeholt und so ihren Beitrag zum Gelingen der Woche geliefert.
Ein grosser Dank gebührt all unseren Gästen, welche sich die Zeit genommen haben, uns ihren Sport, ihre Leidenschaft oder ihren Verein näher zu bringen.
Ebenso sind wir sehr dankbar dafür, dass viele Eltern einen Teil zur Sportwoche beigetragen haben, sei dies durch Fahrdienste, Betreuung, Hilfe beim Frühstück oder andere Dienstleistungen. Besonders Danken wir unseren Sponsoren und den beiden Gemeinden Altbüron und Grossdietwil – ohne all diese Beiträge wäre eine Woche in diesem Umfang nicht zu stemmen.